Monatsthema Oktober Immunsystem

Die Temperaturen sinken, das Wetter ist nass und kalt - die im Herbst eintretende Kältewelle gilt als Hochsaison für Erkältungsviren. Was kannst Du tun, um das Abwehrsystem Ihres Kindes zu fördern?

1. Das Immunsystem
2. Das Immunsystem bei Kindern
3. Tipps zur Stärkung des Immunsystems
4. Wieviel Vitamic C braucht ein Kind am Tag ?
 
5. Vitamine schmackhaft machen 
6. Heizungsluft meiden!
7. Schutz vor Infektionen

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1. Das Immunsystem

Das menschliche Immunsystem bezeichnet das körpereigene Abwehrsystem und trägt zu unserer körperlichen Unversehrtheit bei. Es besteht aus einem angeborenen (unspezifischen) und einem erworbenen (spezifischen) Anteil. Das angeborene Immunsystem schützt uns von Geburt an vor Keimen und Fremdkörpern. Die erworbene Immunabwehr ist besonders anpassungsfähig gegenüber neuen Krankheitserregern und wird im Laufe des Lebens ausgebildet. Unser Körper erinnert sich dabei an den ersten Kontakt mit Keimen, weshalb er auf wiederkehrende Bedrohungen möglichst schnell reagieren kann. Es werden Antikörper gebildet, die nun gezielt gegen bestimmte, bereits bekannte Krankheitserreger eingesetzt werden. Der menschliche Körper bzw. dessen Immunsystem befindet sich demnach in einem stetigen Lernprozess.

 

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2. Das Immunsystem bei Kindern

Das menschliche Immunsystem bezeichnet das körpereigene Abwehrsystem und trägt zu unserer körperlichen Unversehrtheit bei. Es besteht aus einem angeborenen (unspezifischen) und einem erworbenen (spezifischen) Anteil. Das angeborene Immunsystem schützt uns von Geburt an vor Keimen und Fremdkörpern. Die erworbene Immunabwehr ist besonders anpassungsfähig gegenüber neuen Krankheitserregern und wird im Laufe des Lebens ausgebildet. Unser Körper erinnert sich dabei an den ersten Kontakt mit Keimen, weshalb er auf wiederkehrende Bedrohungen möglichst schnell reagieren kann. Es werden Antikörper gebildet, die nun gezielt gegen bestimmte, bereits bekannte Krankheitserreger eingesetzt werden. Der menschliche Körper bzw. dessen Immunsystem befindet sich demnach in einem stetigen Lernprozess.

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3. Tipps zur Stärkung des Immunsystems

Eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse und Vollkornprodukten stärkt das kindliche Immunsystem. Obstsorten mit einem hohen Vitamin C-Gehalt sind die besten Garanten für eine gute Körperabwehr:

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1
Schwarze Johannesbeere (180mg Vitamin C pro 100g)
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Papaya (80mg Vitamin C pro 100g)
3
Erdbeere (60mg Vitamin C pro 100g)
4
Orange (50mg Vitamin C pro 100g)
5
Kiwi (46mg Vitamin C pro 100g)
6
Mango (37mg Vitamin C pro 100g)
7
Honigmelone (32mg Vitamin C pro 100g)
8
Himbeere (32mg Vitamin C pro 100g)
1
Rote Paprika (140mg Vitamin C pro 100g)
2
Meerrettich (114mg Vitamin C pro 100g)
3
Grünkohl (105mg Vitamin C pro 100g)
4
Brokkoli (95mg Vitamin C pro 100g)
5
Blumenkohl (69mg Vitamin C pro 100g)
6
Kohlrabi (65mg Vitamin C pro 100g)
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Rotkohl (55mg Vitamin C pro 100g)
8
Spinat (50mg Vitamin C pro 100g)
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4. Wieviel Vitamin C braucht ein Kind pro Tag?

Wie viel benötigt man wirklich? Um eine optimale und bedarfsgerechte Vitamin-C-Zufuhr sicherzustellen, gibt es Richtwerte für die empfohlene Tageszufuhr von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), die zur Orientierung dienen.  Der Vitamin-C-Tagesbedarf wird dabei von verschiedenen Aspekten wie Alter, Geschlecht, Körpergröße und Gewicht bestimmt. Daraus ergibt sich, dass Vitamine für Kinder anders dosiert werden müssen, als es für Erwachsene der Fall ist. (Quelle: https://www.rotbaeckchen.de/vitamine-mineralstoffe/vitamin-c)
Referenzwerte Vitamin C 

Säuglinge
Kinder (1.-4. Lebensjahr)
Kinder (4.-7. Lebensjahr)
Kinder (10.-13. Lebensjahr)
Kinder (13.-15. Lebensjahr)
Mädchen (15.-18. Lebensjahr)
Jungen (15.-18. Lebensjahr)
Frauen (ab 19. Lebensjahr)
Männer (ab 19. Lebensjahr)
Schwangere
stillende Mütter
mg pro Tag

20 mg
30 mg
45 mg
65 mg
85 mg
90 mg
105 mg
95 mg
110 mg
105 mg
125 mg
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Bedarf in der Schwangerschaft

Schwangere Frauen benötigen grundsätzlich eine höhere Vitamin-C-Zufuhr, da Sie Ihr Baby mitversorgen. Auch stillende Mütter brauchen mehr Vitamin C, welches über die Muttermilch an ihren Säugling abgegeben wird. 

5. Vitamine schmackhaft machen

Frisches Obst und Gemüse sind die Vitamin C-Lieferanten für Uns. Doch grade bei Kindern nicht immer beliebt. Wir haben 4 Tipps, wie du deinem Kind die Vitamine schmackhaft machen kannst. 

 

1
Frisch gepresste Säfte rutschen leichter und sind somit eine großartige Alternative zum "langweiligen" Obst- oder Gemüseteller.
2
Ebenso können Sie Früchte pürieren und das Püree beispielsweise mit Joghurt oder Quark mixen.
3
Das Auge isst mit - werde kreativ und richte Sie Ihrem Kind einen schmackhaften, fantasievollen Obst- bzw. Gemüseteller an. Schneiden Sie das Obst und Gemüse dabei in mundgerechte Stückchen.
4
Wenn nichts anderes hilft - "verstecke" bzw. tarne das Obst und Gemüse. Peppe die Lieblingsgerichte deines Kindes auf und schummle fein geschnittenes Gemüse bspw. auf die Pizza, in Spaghetti oder unter die Kruste eines knusprigen Backofengerichtes.
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6. Meiden Sie Heizungsluft!

Dass sich Viren vor allem im Herbst und Winter so rasant verbreiten, liegt aber nicht an der Kälte im Freien, sondern an der trockenen Heizungsluft. In der Heizperiode ist die Luft in Wohnungen meist zu trocken, wodurch die Nasenschleimhaut austrocknet und die Reinigungsleistung der Flimmerhärchen (Zilien) beeinträchtigt wird. Somit können Krankheitserreger leichter in die Nasenschleimhaut eindringen. Darüber hinaus überleben Erkältungsviren in Räumen, in denen die Luftfeuchtigkeit weniger als 40 Prozent beträgt, deutlich länger.

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7. Tipps zum Schutz vor Infektionen

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Sorge für ein gutes Raumklima - regelmäßig Lüften ist hier die Lösung. 
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Zugluft vermeiden und die Kleidung deines Kindes immer der Raumtemperatur anpassen. 
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Pflanzen verbessern die Luftqualität und spenden wertvolle Feuchtigkeit. 
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Luftbefeuchter sichern euch eine gut befeuchtete Luft, trotz Heizung. 
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Ganz Wichtig! Dein Kind sollte immer ausreichend trinken. Das beugt einem Flüssigkeitsverlust der Haut und Schleimhäute vor. Nur feuchte Schleimhäute sind in der Lage, Viren abzuwehren. 

Monatsthema September Insektenstiche

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Mit dem Sommer kommen die kleinen Tierchen wieder, die brummen und summen – und eben mitunter stechen:  Mücken, Bremsen, Bienen, Wespen und Co.

Um sie geht es in unserem Monatsthema September. In der Regel sind ihre Stiche nur lästig, weil sie jucken, man kann also getrost sagen, sie sind meist harmlos. Aber eben nicht immer...

1. Mücken- und Bremsenstiche
2. Unterschied Biene - Wespe
3. Bienenstiche
4. Wespenstiche
 
5. Stich Mund/ Hals 
6. allergische Reaktion
7. Hornissen
8. Trostpflaster

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1. Mücken- und Bremsenstiche

in der Regel harmlos!

Sssssssssss – und piks. Wenn eine Mücke oder eine Bremse zugestochen hat, dann ist das vor allem nervig, weil der Stich juckt. Das kommt daher, dass die Insekten, um länger Blut saugen zu können, eine kleine Menge gerinnungshemmenden Speichels in die Wunde spritzen. Der Körper reagiert darauf mit der Ausschüttung von Histamin, wodurch es zu den juckenden Schwellungen auf der Haut kommt. Immerhin: Nach einigen Stunden lässt das Jucken in der Regel allerdings nach.


Soforthilfe bei Mücken- und Bremsenstichen

1
GEHEIMTIPP: Einen Löffel erhitzen (Feuerzeug o. heißes Wasser) und auf den Stich halten. Ab 45 Grad werden die Proteine zerstört und das spätere Jucken und Anschwellen wird deutlich geringer.
2
Nachträgliches Kühlen um die Schwellung zu lindern.
3
Pferferminzblätter wirken ebenfalls entzüngungshemmend.
4
Mittel wie Fenistil auf die Einstichstelle auftragen.
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So schützt du Dich und Dein Kind vor Mücken & Bremsen!

1
Insektenschutzgitter vor den Schlafzimmerfenstern anbringen.
2
Wasseransammlungen wie Regentonnen sind ideale Brutstätten für Mücken und Co. Diese daher gut abdecken oder regelmäßig abgießen und säubern.
3
Mücken und Bremsen mögen keine ätherischen Düfte wie Lavendel, Salbei oder Teebaumöl. Entsprechende Duftmischungen können helfen, die Tierchen fernzuhalten.

2. Unterschied Biene - Wespe

Badeunfälle, auch wenn sie nicht tödlich ausgehen, können für Kinder zu massiven Folgeschäden führen – je länger das Gehirn nicht mit Sauerstoff versorgt wird. Auch wenn das Kind nach einem Badeunfall zunächst beschwerdefrei erscheint, besteht noch immer Gefahr. Besonders tückisch sind in diesem Zusammenhang das sogenannte „Trockene“ Ertrinken bzw. das „Sekundäre“ Ertrinken.

Biene

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Farbe: undeutliche Streifen, die durch kleine Härchen oft braun wirken. 

Form: massig und rundlich

Größe: ca. 1,5 cm (Königin ca. 2 cm) 

Eigenschaften: Bienen ernähren sich vegetarisch. Honigbienen sammeln Ihre Nahrung an Blüten. Zusätzlich sammeln Sie Pollen und bestäuben so andere Pflanzen und Blumen. Bienen ernähren sich von Nektar, stellen daraus aber auch Honig her!

Bienen können nur einmal stechen und sterben dabei, weil der Stachel ausreißt. Deswegen stechen sie nur im äußersten Notfall, wenn Sie sich bedroht fühlen. 

Wespe

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Farbe: intensive schwarz-gelbe Streifen 

Form: erkennbar durch die Wespentaille (klare Abtrennung von Oberkörper und Unterkörper) 

Größe: ca. 2 cm (Königin ca. 2,3 cm) 

Eigenschaften: Wespen sind Fleischfresser und ernähren sich von kleinen Insekten. Sie nutzen Nektar nur um Ihre Reserven aufzutanken, können aber keinen Honig herstellen. 

Wespen können öfters zustechen und setzen ihr Gift dosiert ein.

3. Bienenstiche

In der Regel sind Bienen von Mai bis August unterwegs und wenn sie stechen, ist das ziemlich schmerzhaft. Deswegen gilt nach einem Bienenstich als Allererstes: das Kind beruhigen.

Und sollte der Stachel noch in der Haut stecken (was in der Regel der Fall ist und warum die Biene hernach stirbt), muss man ihn vorsichtig entfernen, am besten mit einer Pinzette. Danach sollte die Stelle desinfiziert werden.

Und, so merkwürdig das vielleicht klingt (und so übel es auch zweifellos riecht) – eine aufgeschnittene Zwiebel auf der Einstichstelle hilft gegen Schmerz und Schwellung.

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Soforthilfe bei Bienenstichen

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1
Zunächst den Stachel entfernen, denn der kann sonst weiter Gift injizieren. Den Stachel mit einer Pinzette herausziehen. Bitte bedenken, dass der Stachel einer Biene einen Widerhaken hat.
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Das Gift NICHT mit dem Mund aussaugen.
3
Das Gift der Biene enthält Eiweiß, das mit Hitze zerstört werden kann, zunächst also einen heißen Waschlappen auf den Stich legen.
4
Danach den Stich kühlen, ggf. auch eine aufgeschnittene Zwiebel oder kühlende Gels auftragen, die der Schwellung entgegenwirken und den Juckreiz lindern.

4. Wespenstiche

Wespen fliegen in der Regel von Juli bis September, sie erkennt man an ihrer schmalen Taille und den gelb-schwarzen Streifen.

Ein Wespenstich ist eine schmerzhafte Angelegenheit. Zunächst wird, und zwar binnen Minuten, die Einstichstelle rot, schwillt dann als Zeichen der lokalen Entzündung an und schmerzt – und zwar in der Regel bei jede, Betroffenen, da der Körper auf Wespengift generell mit einer Histamin-Ausschüttung reagiert. In der Folge gibt es Entzündungsreaktionen und starken Juckreiz. Großer Unterschied zum Wespenstich: Der Stachel einer Wespe bleibt in der Regel nicht in der Haut stecken, denn der Stachel der Wespen ist ihr Verteidigungswerkzeug und damit mehrfach „nutzbar“.


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1
Behandlung mit Hitze, weil die Eiweiße im Wespengift ab einer Temperatur von 50 Grad Celsius zerstört werden, so dass sich die Schwellung nicht voll entwickelt. Dafür einen Löffel erhitzen und auf die Einstichstelle drücken (bitte VORSICHT VOR BERBRENNUNGEN). Es gibt auch elektrische Stichheiler.
2
Kühlen der Schwellung, falls es bereits zu einer Schwellung gekommen ist. Hierfür eignen sich unter anderem Kühlpads und Eiswürfel
3
Natürliche Hausmittel, das sind unter anderem kalter Essig und aufgeschnittene Zwiebeln, die man auf die Einstichstelle träufelt beziehungsweise legt.

5. Stich Mund/ Hals

Ein echter Notfall!

Wenn eine Biene in den Mund oder Rachen sticht, ist das immer ein lebensbedrohlicher Notfall. Denn infolge der Stichreaktion an dieser Stelle können die Atemwege zuschwellen. Hier muss sofort der Notarzt alarmiert werden. Um das Anschwellen zu verlangsamen, kann bis zum Eintreffen des Notarztes ein Eiswürfel gelutscht werden.

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6. allergische Reaktion

Wie lange ein Wespenstich schmerzt, ist unterschiedlich, die Symptome können sich aber durchaus bis zu einer Woche zeigen, allerdings klingen sie allmählich ab. Aber wenn die Symptome sich verschlechtern oder Krankheitszeichen wie Fieber und Schüttelfrost hinzukommen, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen.

Der Notarzt muss gerufen werden, wenn sich direkt nach dem Bienen- oder Wespenstich eine allergische Reaktion zeigt, indem die Einstichstelle wirklich massiv anschwillt und großflächig gerötet wird und ein massiver Juckreiz einsetzt, Außerdem können Symptome wie

1
Übelkeit
2
Erbrechen
3
Herzrasen
4
Heiserkeit
5
Kurzatmigkeit

eine heftige Reaktionen auf das Bienen- und Wespengift sein. Betroffene sind wirklich in Lebensgefahr, denn bei solchen Reaktionen besteht die Gefahr eines Atemstillstands.

Vielleicht noch wichtig, zu wissen: Jeder kann eine allergische Reaktion auf Bienen- oder Wespengift entwickeln, egal, wie oft er bereits ohne allergische Reaktion gestochen wurde oder wie alt er ist. Deswegen sollten Eltern unbedingt auf entsprechende Alarmsignale achten.

Der Notarzt muss auch gerufen werden, wenn das Kind eine Biene oder Wespe verschluckt hat oder in den Hals gestochen wurde, denn es besteht die Gefahr des übermäßigen Anschwellens der Atemwege.

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7. hornisse

Hornissen sind eine etwa 2,5 Zentimeter große Wespenart. Gleich vorweg: Hornissen sind eigentlich friedliebend und stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen oder ihr Nest verteidigen. Das ändert nichts an der Tatsache, dass ein Hornissenstich meist sehr schmerzhaft im Bereich der Einstichstelle ist.

In der Regel muss man bei einem Hornissenstich keinen Arzt aufsuchen, sondern die Stelle kühlen und hochlagern, zudem eine Salbe mit einem juckreizstillenden Wirkstoff auftragen  – es sei denn, man reagiert allergisch, und das macht sich über eine starke Schwellung, Atemnot und Herzrasen bemerkbar zudem können Schluckbeschwerden, Übelkeit und Schwindelgefühl auftreten, mitunter auch Quaddeln am ganzen Körper. Da heißt es: Notarzt rufen, und zwar sofort.

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Schutz vor den Tierchen

1
Nie barfuß gehen. Viele Wespenarten haben ihre Nester am Boden, Bienen naschen auch gerne mal von Kleeblüten im Rasen
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Hornissennester meiden, um den Tieren gar nicht erst zu signalisieren, dass sie sich bedroht fühlen könnten
3
Nie gleich aus offenen Dosen oder undurchsichtigen Flaschen trinken. Süße Getränke ziehen Bienen und Wespen an. Am besten Gläser mit Deckel und Strohhalm benutzen
4
Starke Parfüms vermeiden
5
Mahlzeiten im Freien mit kleinen Kindern eher meiden
6
Keine hektischen Bewegungen in der Nähe von Bienen und Wespen machen, die Tiere fühlen sich sonst bedroht
7
Beim Fahrradfahren den Mund geschlossen halten, um nicht aus Versehen ein Insekt zu schlucken

8. Trostpflaster

Damit das Kind den Stich oder Biss schnell wieder vergisst, kann man in die Trickkiste greifen, zum Beispiel mit einem Löwenzahnverband.

Einfach ein Löwenzahnblatt auf den Stich legen und das Löwenzahnpflaster mit einem Grashalm festbinden. Ein „Zauberspruch“ wirkt natürlich auch immer Wunder. Am besten, wenn man noch einen Eiswürfel als Zauber-Utensil benutzt, das man beim Spruchaufsagen über den Stich reibt: Hokuspokusfidibus, erst ist’s kalt, dann ist’s nass, schon juckt’s nicht mehr und du hast wieder Spaß.


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Monatsthema August - Ertrinken

Auf dem See fuchtelt jemand wild mit den Armen, das Wasser spritzt. Er ruft laut. Immer wieder taucht der Kopf unter Wasser. So ertrinken Menschen nur in Filmen. In Wirklichkeit ist Ertrinken lautlos und deswegen auch so gefährlich. Gerade für Kinder. Schon wenige Sekunden der Unaufmerksamkeit, können verheerend sein.

Dabei gilt Ertrinken als die zweithäufigste unfallbedingte Todesursache bei Kindern. Was es alles zu beachten gilt, werden wir in den folgenden Abschnitten erläutern, damit Sie sich zukünftig aller Gefahrenquellen bewusst sind und in Erste-Hilfe-Situationen bereit sind Ihren Kindern und anderen zu helfen.

1. Alles zum Thema Ertrinken 
2. Die Gefahr beim Tauchen
3. Trockens & Sekundäres Ertrinken
4. Risiken Kennen und meiden
 
5. Badeunfälle meiden
6. Wann ist ein Kind wassersicher?
7. Badeunfall
8. DONTS

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1. Alles zum thema ertrinken

Eine Pfütze reicht, um Ihr Kind in Lebensgefahr zu bringen!

Fast die Hälfte aller Eltern wissen nicht, dass ein Kind unter drei Jahren schon ab einer Wassertiefe von etwa 5 cm ertrinken kann. Das bedeutet Pfützen, Planschbecken oder kleine Wasseransammlungen können für ein Kleinkind zur Todesfalle werden. Noch immer ist Ertrinken die zweithäufigste unfallbedingte Todesursache bei Kindern. Bei Säuglingen und Kleinkindern im Alter von 1 bis 3 Jahren ist es sogar die Häufigste – und das meistens in der heimischen Badewanne. Lassen Sie Ihr Kind deshalb niemals unbeaufsichtigt im Wasser.

Dabei werden Kinder nach weniger als 1 Minute unter Wasser bewusstlos und ertrinken somit sehr schnell. Nur die kleinste Ablenkung, wie ein Gespräch oder der Blick ins Smartphone, in der Ihr Kind unbeaufsichtigt ist, kann verheerende Folgen haben. Spätfolgen durch Wasserschlucken können lebensgefährlich sein. Deswegen lassen Sie Ihre kleinen Wasserratten keine Sekunde aus den Augen.

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2. Die Gefahr beim tauchen bzw. untertauchen

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Beim Tauchen greift ein bestimmter Mechanismus, der eigentlich vor dem Ertrinken schützen soll.
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Geraten Mund und Nase unter Wasser kommt es zur reflexartigen Schutzreaktion.
3
Stimmtitzen schließen - Wasser gelangt nicht in die Lunge.
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Reflex blockiert aber auch die Stimmbänder - Schreien unmöglich!
5
Kinder die nicht schwimmsicher sind geraten in eine auswegslose Situation.
6
Bewusstlosigkeit nach weniger als 1 Minute
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3. Trockenes & Sekundäres Ertrinken

Badeunfälle, auch wenn sie nicht tödlich ausgehen, können für Kinder zu massiven Folgeschäden führen – je länger das Gehirn nicht mit Sauerstoff versorgt wird. Auch wenn das Kind nach einem Badeunfall zunächst beschwerdefrei erscheint, besteht noch immer Gefahr. Besonders tückisch sind in diesem Zusammenhang das sogenannte „Trockene“ Ertrinken bzw. das „Sekundäre“ Ertrinken.

Trockenes Ertrinken

Das "Trockene" Ertrinken wiederum ist eine Schockreaktion des Körpers. Aufgrund ihres überproportional großen Kopfes verlieren Kinder leicht den Halt. Fallen sie mit dem Kopf ins Wasser, schließt sich die sogenannte Stimmritze im Rachenraum und macht die Atmung unmöglich. Der Verschluss gleicht einem Krampf, der sich nicht wieder von selbst löst. Das Kind kann ersticken – selbst in der kleinsten Pfütze!

Sekundäres Ertrinken

Beim "Sekundären" Ertrinken reagiert die Lunge verzögert, wenn das Kind z.B. zu viel Wasser „geschluckt“ hat. Flüssigkeiten, die dabei in die Lunge gelangen, rufen zeitverzögert Entzündungsreaktionen und Ödeme hervor. Es kommt zu Störungen des Gasaustausches und das Kind kann an Sauerstoffmangel ersticken. Das bedeutet die Gefahr, auch wenn das Kind aus dem Wasser gerettet wird und atmet, ist nicht vorbei.

 In der Regel gibt es folgende Anzeichen, die Sie bei Ihrem Kind feststellen können, ob es sich um das „sekundäre Ertrinken“ handelt.

  • Husten nach Stunden oder wenigen Tagen
  • Das Klagen über Brustschmerzen
  • Erbrechen
  • Schwierigkeiten beim Atmen oder apathisch
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4. Risiken kennen und meiden

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Gartenteich

Den Teich umzäunen. Auch im Garten der Großeltern. Zugänge zu möglichen Nachbars-Teichen versperren.  

Badewanne

Kinder niemals alleine lassen.

Flache Gewässer

Am Bach- oder Seeufer gibt es viel zu entdecken - aber bitte gemeinsam. Behalten Sie Ihre Kinder permanent im Blick. 

Schwimmbad, See und Meer

Schwimmhilfen helfen nicht vor dem Ertrinken! Eltern immer mit ins Wasser, solange das Kind noch nicht wassersicher ist. 

Wasseransammlungen

Regelmäßge Kontrolle von möglichen Wasseransammlungen, wie z.B. Folienabdeckungen am Sandkasten.

5. Badeunfälle meiden

1
Lassen Sie ihr Kind niemals im Wasser oder im Garten mit Wasser unbeaufsichtigt.
2
Sind Sie mit mehreren Kindern und Erwachsenen beim Baden, sprechen Sie klar ab, wer wen im Auge behält.
3
Ältere Geschwister ersetzen nicht die Aufsichtspflicht der Eltern. Diese lassen sich oft ablenken und sind mit Gefahrensituationen möglicherweise überfordert.
4
Bringen Sie ihrem Kind so früh wie möglich schwimmen bei und merken Sie sich: Schwimmflügel oder Schwimmringe schützen nicht vor dem Ertrinken!
5
Vorherige Kommunikation mit ihrem Kind ist entscheidend.
6
Auch auf andere Kinder Acht geben.

6. Wann ist ein kind wassersicher?

Je früher Kinder ans Wasser gewöhnt werden und schwimmen lernen, desto besser. Mit ca. 4 Jahren sind Kinder motorisch so weit, dass sie schwimmen, lernen können. Dann sind sie in der Lage, 3 Dinge gleichzeitig zu koordinieren: Atmung, Arm- und Beinbewegungen. Ein sicherer Schwimmer, schafft 15 Minuten im tiefen Wasser.

Eine weitere Bestätigung kann zum Beispiel das Seepferdchen-Abzeichen sein. Mit dem Abzeichen ist das Kind noch längst nicht wassersicher. Es kann lediglich kurze Strecken schwimmen und braucht immer wieder kleine Pausen. Deswegen sollten Erwachsene immer in der Nähe sein um am Anfang mit schwimmen, um sofort eingreifen zu können, wenn das Kind Hilfe braucht.

Allein sollte sich das Kind erst im Becken aufhalten, wenn es das „Deutsche Jugendschwimmabzeichen (DJSA)“ in Bronze, den sogenannten Freischwimmer hat. Dann erfüllt es folgende Kriterien der DLRG:

Ein Kind ist wassersicher, wenn es...

1
Sich unter Wasser genauso gut zurecht findet, wie über Wasser.
2
Nach einem Sprung vom Beckenrand mind. 200 Meter im tiefen Wasser in höchstens 15 Minuten schwimmen kann.
3
Auf dem Rücken genauso gut schwimmen kann, wie auf dem Bauch.
4
Mehrere Sprünge beherrscht, unter anderem einen Sprung aus einem Meter Höhe oder einen Startsprung vom Block.
5
Ca. 2 Meter tief tauchen und dabei einen Gegenstand heraufholen kann.
6
Beim Wasserschlucken nicht so aus dem Konzept gebracht wird, dass es nicht mehr weiter schwimmen kann.

ACHTUNG

In Gewässern mit Strömung (See, Meer),
gilt besondere Vorsicht!
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7. Badeunfall

Das Kind sollte sofort in eine Decke gewickelt werden, um die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten. Unterkühlung ist eine der Todesursachen beim Ertrinken, und das bereits ab einer Wassertemperatur von unter 28°C .

Falls das Kind „nur zu viel Wasser geschluckt hat“, sollte trotzdem sofort ein Arzt aufgesucht werden. Eventuell ist Wasser in die Lunge geraten und was zu schweren Lungenödemen führen kann aber auch zum „sekundären Ertrinken“, woran das Kind auch noch 48 Stunden nach dem Badeunfall sterben kann.

Atmet das Kind nicht mehr, sollte umgehend mit einer Mund-zu-Mund Beatmung (bei Babys mit einer Mund-zu-Nase Beatmung) und Herzdruckmassagen begonnen werden, bis der Notarzt übernimmt. Das hilft immer, auch wenn die Situation aussichtslos erscheint.

Ist das Kind sogar bewusstlos, sind folgende Schritte einzuleiten:

1
Stabile Seitenlage (Stabile Bauchlage)
2
Kontrollieren ob die Atemwege frei sind (oft wird beim Ertrinken erbrochen)
3
Sofort Hilfe holen! Badeaufsicht und Notarzt.
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8. Donts

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Das Kind umdrehen oder schütteln, um Wasser aus der Lunge zu bekommen. Das funktioniert nicht und bringt das Kind in eine noch viel schlimmere Gefahr und es kostet wertvolle Beatmungszeit.

 

Sonderthema - covid-19

Covid-19-Impfung für Kinder & Jugendliche im Alter von 12 - 17 Jahren

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Quelle: Robert-Koch-Institut
Mehr Informationen unter: rki.de/covid-19-impfen und corona-schutzimpfung.de/familien

Unsere Posts zum Thema Covid-19-Impfung für Kinder & Jugendliche

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Monatsthema Juli - Hitzeschäden

Als Hitzeschäden oder Hitzeerkrankungen gelten in der Medizin Störungen der Gesundheit, die auftreten können, wenn die Umgebungstemperatur längere Zeit besonders hoch ist. Schwitzen durch Sport oder andere körperliche Anstrengungen und Flüssigkeitsmangel begünstigt die Entstehung. Wenn dem Körper Flüssigkeit und Salze ausgehen, kann er nicht genug Schweiß zu seiner Kühlung bilden.
Der Körper kann überhitzen, Krämpfe können sich bemerkbar machen, und der Kreislauf kann zusammenbrechen. Eine Ausnahme ist der Sonnenstich - hier waren Kopf und Nacken zu lange direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt.
Wichtig - alle Hitzeschäden sind Notfälle! 
1. Hitzeerschöpfung
2. Hitzekrämpfe
3. Sonnenstich
4. Hitzschlag
5. Überhitzung im Kinderbett
6. Tipp gegen Hitze: Hagebuttentee
7. Hitzewarnung

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1. Hitzeerschöpfung

Flüssigkeits- und Elektrolytverlust u.a. durch Schwitzen, wenn eben keine entsprechende Flüssigkeitszufuhr von außen erfolgt, nennt man Hitzeerschöpfung. Der Körper dehydriert, der Wassergehalt des Körpers sinkt also unter den Normalwert.

Oft tritt der Hitzekollaps nach sportlichen Aktivitäten oder langen Wanderungen bei großer Hitze auf. Bei Kinder kann es darüber hinaus auch ohne sportliche Aktivität zu einem Hitzekollaps kommen. Auslöser ist eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr.

 

Betroffene leiden unter Schwindel und Übelkeit. Der Puls ist schnell, aber flach. Auch Symptome wie Kopfschmerzen und Müdigkeit können darauf hindeuten. Die Haut ist blass und fühlt sich kühl an.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

1
Das Kind sollte sofort an einen schattigen Ort gebracht werden, am besten dort, wo auch ein kühles Lüftchen weht.
2
Beengte Kleidung öffnen.
3
Mit kühlem Wasser waschen.
4
Mineralhaltige Getränke oder Elektrolytlösung trinken.
5
Bei Erbrechen oder wenn sich der Zustand des Kindes nicht verbessert bzw. verschlechtert, sofort ärztliche Hilfe anfordern. (112)
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2. Hitzekrämpfe

Hitzekrämpfe sind Muskelkrämpfe, die zustande kommen, wenn Kinder bei Hitze zu viele Salze (Elektrolyte) durch Schwitzen verloren haben. Die Krämpfe können schmerzhaft sein, sind aber harmlos, solange keine weiteren Symptome dazukommen. Die Beschwerden verschwinden, wenn Betroffene geeignete Elektrolyte zu sich nehmen, am besten Flüssigkeiten, die solche Elektrolyte enthalten. 

3. Sonnenstich

Der Sonnenstich ist ein Hitzeschaden, der durch langwellige Wärmestrahlung auf Hirnhäute ausgelöst wird. Er entsteht also durch direkte, länger anhaltende Einwirkung von Sonnenstrahlen auf den ungeschützten Kopf oder Nacken. Besonders gefährdet sind Kinder, denn die unmittelbare Sonneinstrahlung im Kopfbereich kann eine Schwellung der Hirnhaut provozieren. 

Die Symptome sind heftige Kopfschmerzen, Unruhe, Fieber (wobei die Temperatur bei einem Sonnenstich in der Regel, und das ist das vertrackte, normal ist), Übelkeit, Schwindel, Ohrensausen und Nackenschmerzen. Bei schweren Fällen kann es auch zu Krampfanfällen kommen.

Vorbeugen

1
Kappe mit Nackenschutz
2
Kappe mit Nackenschutz

Erste-Hilfe-Maßnahmen

1
Das Kind sollte sofort an einen schattigen Ort gebracht werden, am besten dort, wo auch ein kühles Lüftchen weht.
2
Den Kopf hoch legen.
3
Mit feuchten Tüchern den Kopf kühlen.
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4. Hitzschlag

Der Hitzschlag ist eine potenziell sogar tödliche Reaktion des Körpers auf Hitze. Die Ursache ist eine Störung der Wärmeregulation nachdem man längerer Zeit hohen Temperaturen ausgesetzt war und der Körper unzureichend Wärme abgeben konnte. Es handelt sich also um eine Überwärmung des Körpers auf über 40 Grad Celsius, die durch das Schwitzen alleine nicht mehr reguliert werden kann, so dass das Herz-Kreislauf-System gestört wird.

 

Der Hitzschlag tritt etwa nach körperlichen Anstrengungen und feuchter Hitze oder nach einem Aufenthalt in überhitzten und geschlossenen Räumen auf. Gefährdet sind vor allem Kinder, die in überhitzten Autos zurückgelassen werden. Also bitte, bitte nicht „mal eben schnell“ in den Supermarkt gehen während das Kind im Sommer doch vermeintlich so schön im Auto in seinem Kindersitz schläft. Davon abgesehen, dass man sein Kind sowieso nie irgendwo alleine lassen sollte – auch nicht mal eben kurz – ist ein heißes Auto im Sommer ein regelrechter Backofen.

Symptome

1
Hochroter Kopf
2
Heiße, trockene Haut
3
Bewegungsstörungen
4
Hohe Körpertemperatur

Erste-hilfe-Maßnahmen

1
Kind beruhigen
2
kalte Kompressen in den Nacken, Leiste oder den Achselhöhlen um Körpertemperatur zu senken.
3
Elektrolythaltige Getränke

 

Ein Hitzschlag ist die schwerste Form der Hitzeschäden und ein medizinischer Notfall. Das Kind sollte sofort zum Notarzt oder ins Krankenhaus gebracht werden. Auf der Fahrt dorthin sollte der Oberkörper hoch gelagert werden, um eine zusätzliche Hirndruckerhöhung zu vermeiden.

 

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5. Überhitzung im Kinderbett

Heiß kann es nicht nur draußen in der prallen Sonne werden, sondern auch im Kinderbett, nämlich dann, wenn Kinder zu warm angezogen oder zugedeckt sind. Aus Angst, dass das Kind nachts frieren könnte, sehen viele Eltern, dass ihr Baby es nachts eben schön warm hat und ziehen ihm nicht nur einen Schlafanzug an und decken das Kind mit der Decke zu, sondern drehen auch noch die Heizung auf. Das kann aber zu einem gefährlichen Hitzestau führen. Kinder brauchen zum Schlafen nur einen Schlafanzug und einen geeigneten Schlafsack. Der besser ist als eine Decke denn er verrutscht nicht. Die Raumtemperatur im Kinderzimmer sollte zwischen 16 und 19 Grad Celsius liegen.

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6. Hagebuttentee

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Bei Müdigkeit und zur Stärkung der Abwehrkräfte, auch bei Erkältungen: Ein Teelöffel Hagebutten in ¼  Liter kaltes Wasser geben. Aufkochen, zehn Minuten köcheln, abgießen, fertig. Schmeckt kalt und warm.

7. Hitzewarnung

Seit dem Jahr 2005 gibt der Deutsche Wetterdienst regionale Hitzewarnungen heraus, um die Zahl der Todes- und Krankheitsfälle zu verringern. Anlass für die Entwicklung dieses Warnsystems war der heiße Sommer 2003, in dem alleine in Deutschland vermutlich mehr als 7000 Menschen Opfer der hohen Temperaturen wurden.